Besser Sparen Graz Blog: Österreichs Pensionssystem auf dem Prüfstand – Warum du für deine Pension selbst vorsorgen musst!

Droht ein Pensionschaos oder besteht kein Grund zur Sorge?

Grundsätzliches zum Pensionssystem

Das Pensionssystem in Österreich steht auf drei Säulen: der staatlichen, der betrieblichen und der privaten. In Österreich ist jeder Arbeitnehmer, als auch die Beamten, Gewerbetreibenden, Selbständigen Berufe und die Landwirte staatlich pensionsversichert. Laut einem OECD Bericht aus dem Jahr 2017 sind nur 13,9 % der Österreicher über ihren Arbeitgeber pensionsversichert. Nur 18 % der Österreicher sorgen ernsthaft privat vor.

Warum du dich nicht auf die staatliche Säule verlassen solltest?
Eigentlich funktioniert die staatliche Säule über ein Umlageverfahren, bei dem die jetzigen Beitragszahler, die Pensionisten finanzieren und diese dann, wenn sie alt sind, wiederum von der nächsten Generation finanziert werden. Da die Gesellschaft immer älter wird und es weniger junge Menschen gibt, muss die Republik Österreich heute schon 10 Milliarden zum Umlageverfahren dazu schießen.
Doch die Pensionslawine wird immer größer, laut dem Pensionsexperten Theodor Tomandl wird die Republik im Jahr 2050 30 Milliarden in das marode Pensionssystem pumpen müssen. Um diesen milliardenschweren Aufwand zu finanzieren zu können, könnte sich die Republik verschulden, das heißt Kredite aufnehmen. Diese Lösung ist allerdings nicht sehr nachhaltig und würde zudem Probleme mit der EU verursachen. Österreichs Verschuldung beträgt heute schon 70 % des Bruttoinlandproduktes (BIP) und sollte laut den europäischen Vorgaben maximal 60 % des BIPs betragen. Das heißt die Republik Österreich muss jetzt schon auf Druck der EU Schulden abbauen und kann sich in Zukunft nicht weiter verschulden.

Bild: Der Blick in die Zukunft macht vielen jungen Menschen Angst

Was wird die Republik Österreich tun, um das Problem zu lösen?
Till Rothermann, Pensionsexperte bei Besser Sparen in Graz, erklärt: Es wird nur die Möglichkeit geben die Pensionen zu kürzen. Kein Politiker wird eine Erhöhung der Beiträge der arbeitenden Gesellschaft durchsetzen können. Eine weitere Lösung wäre das Arbeitsalter zu erhöhen. Wie wir aber heute schon sehen finden Menschen ab dem 55. Lebensjahr keinen Job mehr. Eine Erhöhung des Arbeitsalters würde die Menschen, die keinen Job bekämen, nur länger in der Mindestsicherung verweilen lassen. Die Politik wird dieses Problem solange aufschieben, bis es nur mehr die Möglichkeit gibt die Pensionen drastisch zu kürzen. Ich halte eine Kürzung von durchschnittlich 2500 Euro pro Person und Jahr in Zukunft für realistisch. Wie sich dann die Menschen ihren Lebensunterhalt bei immer teurer werdenden Lebenskosten und Mieten leisten können, ist fraglich.

Was kann ich gegen die Altersarmut tun?
Da hilft nur selbst vorzusorgen, meint der Pensionsprofi Till Rothermann aus Graz. Nur auf mein eigenes Geld kann ich mich verlassen. Die Betonung liegt hier auf eigenes Geld. Wenn ich mein Geld zur Bank gebe, egal welche Produkte (Sparbuch, Lebensversicherung, Pensionsvorsorge etc.) ich dort abschließe, gehört das Geld der Bank und ich kann hoffen, dass ich mein Kapital irgendwann mal wieder zurückerhalte. Für eine langfristige Investition eignen sich nur Werte mit Substanz. In meinem neuen Webinar erkläre ich die einzigen zwei sinnvollen Wege, um selbst vorzusorgen [Anmerkung: Anmeldung zum Webinar über das Formular kostenfrei möglich]

Zur Person

Till Rothermann ist der Gründer von Besser Sparen in Graz. Zahlen und Mathematik faszinieren ihn schon seit seiner Kindheit. Deswegen hat er sich auch genau mit dem Pensionssystem in Österreich befasst. Um das Pensionschaos zu verstehen, hat er sich intensiv mit allen Zahlen beschäftigt und daraus seine Schlüsse gezogen. Bei Besser Sparen berät er gehobene Privatkunden im Bereich Immobilien und Wertpapierveranlagungen (ETFs). Seine Wertpapierberatung wickelt er über die Finanzadmin GmbH, den Experten für Wertpapiere in Österreich, ab. Zudem ist er Träger des Finanzdienstleister Gütesiegels der Wirtschaftskammer.